Drejø

Tag 26, Mittwoch 01.07.15

Dieser Tag war von mir schon als Drejø-Hafentag gesetzt, Jörg zieht mit. Der Hafen liegt nach Südosten geschützt, bei der gestrigen Windrichtung also ruhiges Liegen garantiert. Über Nacht hat der Wind auf Südost gedreht, somit steht nun eine kleine Welle aus dieser Richtung in den Hafen, die durchläuft und an der Steinmole unter Land etwas reflektiert wird. Möglicherweise schüttelig für uns, aber dem gegenwärtig sehr flauen Wind auch an einem Dalben hängend kein Drama. Als Tagesporgramm bietet sich ein Spaziergang an, vormittags gehen wir gemeinsam den Kyssti um den Südzipfel der Insel herum. Landschaft, Wiesen und Heckenrosen. Es riecht nach Sommer und Meer. Endlich ist es schön warm, regentechnisch fand ich es zwar bislang nicht so schlimm, aber es war teilweise richtig kalt!  Weiterlesen

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Ærødynamisch

Tag 24, Montag 29.06.15

Ich bin so unentschlossen. Heute ist Segelwind. Ich habe noch ein massives Smaøer-Defizit. Die kleinen Inseln wollen noch besucht werden. Aber ich möchte auch noch ein paar schöne Bilder vom Ort machen. Und mir die bunten Hütten am Vesterstrand ansehen. Dafür fehlte mit Wiebke leider die Zeit. Und am Besten alles in Ruhe. Und überhaupt!  Ach was solls, Hafentag! Ich sollte diese Entscheidung nicht bereuen!

Das kleine Städchen ist wunderschön, ich schlendere ausgiebig durch die Gassen und den Hafen. Fotografiere Fachwerk und Stokckrosen im Dutzend in hochkant und Querformat. Kaufe Mitbringsel. In „Det Gamle Værft“ schaue ich kurz rein, dort soll ich von Joacim aus Svendborg einen Christian grüßen, sollte er da sein. Ich kann ihn nicht ausmachen und frage aber auch nicht weiter nach. Anschlìeßend verhole ich mich bei strahlender Sonne an den Vesterstrand. Die Häuschen sind bunt und gemütlich, der Strand ist flach, kinderfreundlich und wartet mit karibischen Farben auf. Heute ist ein Strandtag ganz ohne Ölzeug! Eingelullt vom Wellenplätschern liege ich im Sand und lasse Rasmus einen guten Mann sein. Eine Stunde? Zwei? Keine Ahnung. Das ist doch mal ærødynamisch. Weiterlesen

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Prosecco-Anker

Tag 23, Sonntag 28.06.15

In der Tat haben sich Rasmus und Petrus über Nacht ausgetobt und liegen noch in ihren Kojen, als wir selbige am Sonntag verlassen. Der Spuk von gestern ist vergessen, Hobo hatte uns in den Schlaf gebockt und liegt nun ganz friedlich am Steg. Der Nachbar auch. Also, nicht der Nachbar (ich habe ihn nicht niedergestreckt), aber sein Boot.

Leichter Wind, strahlender Sonnenschein, tiefblaues Meer und der am Vortag vermisste klare Blick auf die leuchtend grünen Inselbänder jenseits des Wassers – Wiebke bekommt doch noch die gebuchten all-inclusive Leistungen. Der Blick ist sogar so klar, daß wir mit bloßem Auge die Glazialmorphologie (Morfowas?…naja, Eiszeitlandschaft eben…) des Inselmeeres bis Rudkøping studieren können und ich ihr am „lebenden“ Objekt zeigen kann, welchen Weg ich bisher genommen habe.  Weiterlesen

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Fifty Shades of Grey vs. The Truman Show

Tag 22, Samstag 27.06.15

Der kommende Morgen bringt sehr diesiges Wetter mit schwachen südlichen Winden. Erst am Nachmittag gegen 17 Uhr soll der Wind auffrischen und auf Nord-West drehen. Das Frühstück erfolgt immerhin „planenlos“ mit einer zünftigen Kollektion aus der ortsansässigen Bageri, wobei die von Wiebke heiß ersehnten Tebirkes (diese wunderbaren dänischen Blätterteigbrötchen) bereits ausverkauft waren…

Die Sonne kämpft immer mal wieder um Durchblick, kann sich aber nicht durchsetzen, so daß die Landmassen von Avernakø und Lyø nur schemenhaft im Grau aus Wasser und Himmel erkennbar sind. Wäre ich alleine, wäre dies ein Hafentag. Aber da Wiebke da ist, wäre ein kleiner Schlag schon schön. Der Plan, rund Avernakø zu segeln, ist allerdings vom Tisch. Aber Lyø mit südlichem Wind anlaufen und mit dem Winddreher nachmittags zurück könnte gehen. Weiterlesen

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Meine ungeFÄHRE Position

Tag 21, Freitag 26.06.15

…richtet sich anscheinend nach dem Fahrplan der Inselfähren. Will heißen: wo ich bin, kann die „Großschiffahrt“ nicht weit sein!
So auch heute: auf Birkholm und im direkt vor der Insel befindlichen Fahrwasser nördlich von Marstal und Ærøskøping bin ich vor den Teilen sicher. Wahrscheinlich trödele ich deswegen intuitiv auf dem kleinen Eiland herum, bis der Hafen gegen Mittag fast leer ist. Landseitig umgefahren zu werden, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Weiterlesen

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Mission accomplished!

Tag 20, Donnerstag 25.06.15

Es wird was mit Birkholm! Nach Fischer-Verhältnissen schlafe ich bis halb acht aus (meine Fischer begrüßen mich mit „god aften“), mache mich fertig, wasche noch meinen Sack voll Wäsche, um die dann auf Birkholm zu trocknen und werde recht herzlich von Fischern und der Baggertruppe verabschiedet. Letztere kündigt an, im September Arbeiten in Wackerballig auszuführn, verbunden mit der Aufforderung, vorbei zu schauen. Das wäre jedenfalls ein grandioses Schauspiel für Sohnemann. Weiterlesen

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The Pink Lady – angebaggert

Tag 19, Mittwoch 24.06.15

Auch der Baggerfahrer hält Wort. Ich werde aber nicht um sieben von den LKWs, sondern erst gegen kurz nach acht von ihm selber geweckt. Hobo schlingert wie wild an der Pier und mein Gleichgewichtsorgan schreit: „Uiuiui, aufwachen!“ Ich bin ja vorgewarnt und stecke den Kopf aus der Vorluke über meiner Koje. Jaaa, da nähert sich wie ein riesiges, klobiges Insekt der Bagger-Ponton. Mit der aus dieser Perspektive sehr großen Baggerschaufel schiebt er sich ins Hafenbecken herein, stabilisiert von riesigen Hydraulikstempeln, die die Bewegungen seitlich abfangen. Weiterlesen

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To B (irkholm) or not to B (irkholm)

Tag 18, Dienstag 23.06.15

Der Folgetag bedeutet Absprung von Strynø, und an sich will ich jetzt als nächstes nach Birkholm. Der Kreuzkurs ist in die Karte eingetragen, Hobo ist seeklar, der Wind ist nur mit mäßigen 8 Knoten aus Nordwest unterwegs, es ist endlich wieder sonnig und warm. Am morgigen Mittwoch soll der Wind auf über 20 Knoten auffrischen, das wird einen Hafentag bedeuten. Der Donnerstag soll dann Besserung bringen, mir scheint ein eingewehter Tag auf Birkholm ganz reizvoll. Zudem bin ich von dort schnell auf Ærø, denn am kommenden Wochenende möchte meine Freundin Wiebke dort an Bord kommen. Weiterlesen

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Schön faul auf Strynø

Tag 16-17, Sonntag 21.06.15 und Montag 22.06.15

Ich bleibe am Ende ganze drei Tag auf Strynø. Die „Einheimischen“ – und das sind Leue aus ganz Dänemark und Europa – bringen mir Gastfreundschaft entgegen und sind sehr offen. Die Insel ist eine der sogenannten „danske småøer“, einem Zusammenschluss der 27 dänischen Kleininseln vor Jütland, Fünen, Seeland und Lolland. Weiterlesen

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