ErlebnisReich

Tag 13, Donnerstag 18.06.15

Habe ich da gestern ein wenig lamentiert? Denn heute ist wieder einer dieser Tage, der zu Höchstform  aufläuft und mir am laufenden Meter tolle Erlebnisse beschert. Es beginnt recht unspektakulär ganz weltlich mit der überfälligen Wäsche, die zwischenzeit entweder ausgedehntere Handarbeit oder einer Waschmaschine bedarf. Also nutze ich die vorhandenen Möglichkeiten. Svendborg lässt sich zwar alles via Karte bezahlen, ist aber dafür fein ausgestattet. Weiterlesen

Arm und Reich

Tag 12, Mittwoch 17.06.15

Heute ist der erste wirklich gammelige Tag. Im Sinne von Wetter und Stimmung. Aufgrund des Windes war dieser Tag von vorne herein als Hafentag geplant, aber nun macht mir das Wetter einen Strich durch die Pläne für meinen Landgang. Nachdem die Sonne Svendborgs Altstadt gestern in bestes Licht gerückt hat, kann sich das Wetter zunächst nicht so recht entscheiden. Der Wind hat aufgefrischt und schiebt tiefe graue Wolken heran. Es sieht so aus als würden die in näherer Zeit Regen bringen. Weiterlesen

Urlaubsmobbing

Tag 11, Dienstag 16.06.15

Diese bisher kürzeste Etappe gut eine Segelstunde von Rantzausminde ist trotzdem eine sehr schöne! Mein dänischer Gassennachbar hilft mir ungefragt und ganz selbstverständlich vom Nebenboot aus mit den richtigen Handgriffen beim Verholen an die Heckdalben. „Mange tak!“ „Det er fint, jeg også sejler alene.“ Während ich von deutscher Seite Verwunderung bis Respekt ob meines Alleingangs im kleinen Boot ernte („Mensch, als Frau, alleine, Respekt…“), nehmen die Dänen das sehr selbstverständlich. Weiterlesen

Ich hab‘ die Haare schön

Tag 10, Montag 15.06.15

Die angesagten 12-15 Knoten Wind haben mir zunächst durchaus Respekt eingeflößt. Morgens blicke ich über den Faaborg Fjord und sehe einige Segler gemächlich ostwärts ziehen. Damit löst sich das etwas mulmige Gefühl in Zuversicht auf. Ich war kribbelig, schnell los zu kommen, nun nehme ich mir doch noch die Zeit, einige Besorgungen zu machen, den Glockenturm mit schöner Aussicht über den Ort zu besteigen und etwas Zubehör im Segelladen zu erstehen. Mit frisch geräuchertem Lachs schließe ich dann gegen Mittag das Kapitel Faaborg, Hobo ist seit dem Morgen seeklar, nun kann es losgehen.

Mit achterlichen Winden Kurs auf den Svendborg Sund

Mit achterlichen Winden Kurs auf den Svendborg Sund

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Kleiderschrank und Eimer

Tag 9, Sonntag 14.06.15

Die Ankunft in Faaborg gestern war wettermäßig eine Punktlandung. Keine 2 Stunden nach dem Anlegen dreht der Wind auf Nordwest und frischt mächtig auf. Dann öffnet der Himmel seine Pforten, als wäre Petrus eben aus dem Tiefschlaf hochgeschreckt und würde schnell alles nachholen wollen, was er so in der letzten Woche versäumt hat. In einer Regenpause spanne ich meine Plane übers Cockpit – die funktioniert also auch – und mache es mir hyggelig. Darüber vergeht der Abend; schließlich schuckelt mich Hobo in den Schlaf. Etwas unsanft, so dass ich nochmal an Deck steige und die Leinen mit den Ruckfendern setzte. Daraus ergibt sich der Lerneffekt, bei der Platzwahl auch etwaige Winddreher zu berücksichtigen. Bei Ankunft mit SO-Wind noch schön geschützt, steht bei NW der Wind in den Niedergang und es schaukelt mächtig, da ich in der äußersten Gasse liege. Weiterlesen

Brötchentütennavigation

Tag 8, Samstag 13.06.15

Brötchentütennavigation ist, wenn man seine aktuelle Position anhand der Adresse auf der Brötchentüte ermittelt. Im Zeitalter der Bäckereiketten kann das danebengehen. Ebenso, wenn auf dem Wasserweg zum Bäcker die eine oder andere Untiefe mit weniger als 1,40m Wasser liegt (mein Tiefgang), ein etwas engeres Fahrwasser und einige bewegliche bunte Ziele in Form von Inselfähren. Ziel ist es also, überhaupt erstmal heil anzukommen beim Bäcker. Da kann ich ja dann nach dem Weg fragen. Weiterlesen

Schlingerkurs

Tag 6, Donnerstag, 11.06.15

An diesem Morgen bin nur ich es, die verschlafen aus dem Niedergang blinzelt. Uwe mag das zwar auch getan haben, aber sicher um einiges früher. Er ist offensichtlich seeklar.

„Schätzelein!“ – „Uwe!“

Die Verabschiedung ist herzlich, wir sind uns einig, dass unser auf-Heckklampe-fast-Längsseitsliegen ein würdiger Auftakt für unsere Törns gewesen ist. Für meinen Teil muss sich der nächste Längsseitslieger da erstmal mächtig reinhängen (in die Heckklampe 😉). Vom Bad kommend sehe ich die Avanti davonsegeln. Weiterlesen

Sol over Mommark

Tag 5, Mittwoch, 10.06.16

Nachdem wir der Vorabend bei Uwe im Cockpit haben ausklingen lassen, blinzeln wir einander morgens aus unseren Niedergängen an. Uwe wirkt schon deutlich aktiver als ich, entscheidet sich aber nach einem einem Müsli-Frühstück bei mir im Cockpit für einen Hafentag. Aufgrund des kaum vorhandenen Ostwindes verwirft er seinen Plan, über Middelfart ins Kattegat zu segeln; statt dessen wird er über den großen Belt gehen. Der Gedanke, daß mit classe mini Booten nicht nur das Kattegat, sondern auch der Atlantik überquert wird erfüllt mich mit Ehrfurcht. Weiterlesen

Der perfekte Tag

Tag 4, Dienstag, 09.06.15

Sonne über Sonderburg. Ein laues Lüftchen. Ich schlafe aus, gehe laufen, frühstücke gemütlich.

Esrt um 12 Uhr starte ich und lasse mich gemächlich aus der Förder heraustreiben. Mehr als 3 Knoten Fahrt sind nicht drin, schon in der Sonderburg Bucht tausche ich Fock gegen Genua und Softshell gegen T-Shirt und kurze Hose. So soll das sein.  Weiterlesen

Keep calm and visit Denmark

Suchbild: Hobo neben den Großen in Sonderburg

Suchbild: Hobo neben den Großen in Sonderburg

 

Mein Wetterdienst hat mir gesagt, dass der Wind zum Nachmittag wieder auffrischen soll, daher schlüpfe ich früh aus den Federn (und nun ist sie doch da, die Aufregung), schlafen kann ich nicht mehr und mache mich um 06.00 auf den Weg zur Dusche. Der Kuckuck im angrenzenden Wald liefert die Untermalung. Es weht ein leichter Wind, die Sonne strahlt. Über Frühstück und Segelfertig machen vergeht die Zeit. Es ist Punkt 08.00 – ich schmeiße gerade den Motor an, da schaltet Petrus den Regler auf 10 Knoten  Wind hoch. Ok, guter Segelwind, aber hoffentlich dreht er nicht kurzfristig wieder weiter bis auf 20 Knoten wie am Wochenende!
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