Schön faul auf Strynø

Tag 16-17, Sonntag 21.06.15 und Montag 22.06.15

Ich bleibe am Ende ganze drei Tag auf Strynø. Die „Einheimischen“ – und das sind Leue aus ganz Dänemark und Europa – bringen mir Gastfreundschaft entgegen und sind sehr offen. Die Insel ist eine der sogenannten „danske småøer“, einem Zusammenschluss der 27 dänischen Kleininseln vor Jütland, Fünen, Seeland und Lolland. Weiterlesen

Sailing to Strynø

Tag 15, Samstag 20.06.15

Am Folgetag herrscht schon früh reges Treiben am Steg. Es findet eine Handicap-Ragatta mit Teilnehmern aus ganz Dänemark statt, der Club verfügt über Boote und Kräne für Rollifahrer.

Die gleiten über den Regattakurs, als ich auslaufe. Es gehen einige frische Boen über das Wasser als Hinweis darauf, dass ausserhalb des Sundes frischer Wind stehen könnte. Ich hatte gestern an Bine und Jörg gemailt, dass es mir in Gambøt gut geht. Sie antworten mit einem Bericht von bis zu 1,5 Meter Welle und Grundseen am westlichen Ausgang des Sundes und sind erleichtert, daß ich umgekehrt bin. Weiterlesen

LehrReich

Tag 14, Freitag 19.06.15

Heute also Ausbruchsversuch nach Westen. Ich mache noch Besorgungen und Hobo dann seeklar, darüber vergeht der Vormittag. Bine und Jörg verabschieden sich mit Ziel Faaborg und der Ermahnung, Acht zu geben und im Zweifel abzubrechen. Das sehe ich ebenso. Mein Track sieht ca. 3 Stunden vor bis Skarø, ich warte ab, dass der Strom mittags westwärts kippt und fahre erst am Nachmittag. Weiterlesen

ErlebnisReich

Tag 13, Donnerstag 18.06.15

Habe ich da gestern ein wenig lamentiert? Denn heute ist wieder einer dieser Tage, der zu Höchstform  aufläuft und mir am laufenden Meter tolle Erlebnisse beschert. Es beginnt recht unspektakulär ganz weltlich mit der überfälligen Wäsche, die zwischenzeit entweder ausgedehntere Handarbeit oder einer Waschmaschine bedarf. Also nutze ich die vorhandenen Möglichkeiten. Svendborg lässt sich zwar alles via Karte bezahlen, ist aber dafür fein ausgestattet. Weiterlesen

Arm und Reich

Tag 12, Mittwoch 17.06.15

Heute ist der erste wirklich gammelige Tag. Im Sinne von Wetter und Stimmung. Aufgrund des Windes war dieser Tag von vorne herein als Hafentag geplant, aber nun macht mir das Wetter einen Strich durch die Pläne für meinen Landgang. Nachdem die Sonne Svendborgs Altstadt gestern in bestes Licht gerückt hat, kann sich das Wetter zunächst nicht so recht entscheiden. Der Wind hat aufgefrischt und schiebt tiefe graue Wolken heran. Es sieht so aus als würden die in näherer Zeit Regen bringen. Weiterlesen

Urlaubsmobbing

Tag 11, Dienstag 16.06.15

Diese bisher kürzeste Etappe gut eine Segelstunde von Rantzausminde ist trotzdem eine sehr schöne! Mein dänischer Gassennachbar hilft mir ungefragt und ganz selbstverständlich vom Nebenboot aus mit den richtigen Handgriffen beim Verholen an die Heckdalben. „Mange tak!“ „Det er fint, jeg også sejler alene.“ Während ich von deutscher Seite Verwunderung bis Respekt ob meines Alleingangs im kleinen Boot ernte („Mensch, als Frau, alleine, Respekt…“), nehmen die Dänen das sehr selbstverständlich. Weiterlesen

Ich hab‘ die Haare schön

Tag 10, Montag 15.06.15

Die angesagten 12-15 Knoten Wind haben mir zunächst durchaus Respekt eingeflößt. Morgens blicke ich über den Faaborg Fjord und sehe einige Segler gemächlich ostwärts ziehen. Damit löst sich das etwas mulmige Gefühl in Zuversicht auf. Ich war kribbelig, schnell los zu kommen, nun nehme ich mir doch noch die Zeit, einige Besorgungen zu machen, den Glockenturm mit schöner Aussicht über den Ort zu besteigen und etwas Zubehör im Segelladen zu erstehen. Mit frisch geräuchertem Lachs schließe ich dann gegen Mittag das Kapitel Faaborg, Hobo ist seit dem Morgen seeklar, nun kann es losgehen.

Mit achterlichen Winden Kurs auf den Svendborg Sund

Mit achterlichen Winden Kurs auf den Svendborg Sund

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Kleiderschrank und Eimer

Tag 9, Sonntag 14.06.15

Die Ankunft in Faaborg gestern war wettermäßig eine Punktlandung. Keine 2 Stunden nach dem Anlegen dreht der Wind auf Nordwest und frischt mächtig auf. Dann öffnet der Himmel seine Pforten, als wäre Petrus eben aus dem Tiefschlaf hochgeschreckt und würde schnell alles nachholen wollen, was er so in der letzten Woche versäumt hat. In einer Regenpause spanne ich meine Plane übers Cockpit – die funktioniert also auch – und mache es mir hyggelig. Darüber vergeht der Abend; schließlich schuckelt mich Hobo in den Schlaf. Etwas unsanft, so dass ich nochmal an Deck steige und die Leinen mit den Ruckfendern setzte. Daraus ergibt sich der Lerneffekt, bei der Platzwahl auch etwaige Winddreher zu berücksichtigen. Bei Ankunft mit SO-Wind noch schön geschützt, steht bei NW der Wind in den Niedergang und es schaukelt mächtig, da ich in der äußersten Gasse liege. Weiterlesen

Brötchentütennavigation

Tag 8, Samstag 13.06.15

Brötchentütennavigation ist, wenn man seine aktuelle Position anhand der Adresse auf der Brötchentüte ermittelt. Im Zeitalter der Bäckereiketten kann das danebengehen. Ebenso, wenn auf dem Wasserweg zum Bäcker die eine oder andere Untiefe mit weniger als 1,40m Wasser liegt (mein Tiefgang), ein etwas engeres Fahrwasser und einige bewegliche bunte Ziele in Form von Inselfähren. Ziel ist es also, überhaupt erstmal heil anzukommen beim Bäcker. Da kann ich ja dann nach dem Weg fragen. Weiterlesen