Wer bist Du?

KrieieieieRieieieieKRACKS!

Keine fünf Meter entfernt zerlegt jemand alte Möbel mit einer Tischkreissäge. Oder besser: einer Tischkreischsäge.

Das ist schade, denn ich stehe sinnend vor dem Bug unserer Friendship 28 und hatte mir einen stillen Moment für die Namensfindung vorgestellt.

Denn das Boot braucht einen Namen.
Es hat natürlich einen. Genau genommen sogar zwei.

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Darf es ein bisschen Meer sein?

Samstag, 02.01.16

Die Sylvesternacht steckt noch in den mittelalten Knochen. Unsere Kinder haben gemeinsam mit dem Nachwuchs von Freunden, Freundesfreunden und Freundesfreundesfreunden zu den Klängen der 257er „Wir sind Piraten“ (DIE Hymmne für das Segeljahr 2016?) beschwingt das neue Jahr begrüßt. Zusammen zählten die Nachwuchspiraten zarte 54 Jahre. Das ist zwar mehr als die anwesenden Ernährer einzeln auf die Uhr brachten, aber sie waren irgendwie ausdauernder als wir einzeln. Früher, ohne Kids, war mehr Lametta. Das Außmaß der einsetzenden Demenz offenbart sich, als wir großen über die „Meiern“ Regeln nachdenken. Die waren doch an sich nachdenkfrei, oder? Ach, egal. Wir betrinken uns einfach so. He, es ist 23:00 Uhr. Hat da etwa einer gegähnt?

Ja, also wir akzeptierten das temporäre Leistungstief (sind ja nur ein paar Jahre) und haben trotzdem unseren Spaß. Das Lametta kommt bald wieder, denn die Senioren sind ja heute Best-, Silver- und Goldenagers. Das lässt hoffen.

Marina Wendtorf - so marode wie Eltern nach einer Sylvesternacht mit Kindern :-)

Marina Wendtorf – so marode wie Eltern nach einer Sylvesternacht mit Kindern 🙂

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Der heilige Hartmut – hier liegen Sie richtig

Sonntag, 27.12.16

„Zwischen den Jahren.“ Das ist ja die Zeit der Rückschau. Dann schaun‘ ma mal.

Das Jahr hat das volle Spektrum von tiefenentspannt bis total erschöpft abgedeckt. Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen, emotional gesehen. Das letzte Quartal hat viel Arbeit gebracht. Zu viel. Und zusammen mit der Einschulung von Sohnemann dann doch das klassische Teilzeit-Mutti-Raster. Immer auf dem Sprung von einem Termin zum nächsten. All das wollte ich nach dem Sommer anders und entspannter meistern. Leichter gesagt als getan. Aber alles in allem bin ich immer noch baff erstaunt, dass es die Reise gegeben hat. Ein Privileg, dass ich sie machen konnte und alles andere als stinknormal. Irgendwie klar, dass sich das Erlebte nicht geräuschlos in einen sonst eher alltäglichen Ablauf einfügt, gerade wenn die Sehnsucht bleibt. Gerne würde ich die schöne Stimmung und besondere Begegnungen des Sommers mit besonderen Menschen festhalten, aber es gelingt gerade nicht so recht. Das macht mich traurig. Die Geräuschkulisse ist momentan etwas quietschig, schrill und ungeölt. Aber im Herzen klingen die schönen Töne angenehm und tief nach. Und das Glück wartet ja bekanntlich immer hinter der nächsten Ecke. Ich muß halt nur weitergehen. Ich wette, ich laufe bald wieder mitten hinein.

Zur weiteren Rückschau – Ich habe in meinen Folder gestöbert und ein Fragment für einen Blogeintrag gefunden, das dort seit kurz nach Beginn meiner Sommerreise schlummerte.

Der ursprüngliche Titel: „Der heilige Hartmut.“

Stimmt, da war ja jemand, der immer auf mich aufgepasst hat. Da ich ihn zwischenzeitlich hier und da erwähnt habe, möchte ich ihn Euch hier etwas näher vorstellen.
Unsere damalige phillipinische Nachbarin Conny hauchte Mitte der 1980er in schönstem Pidgeon-Englisch den fortan geflügelten Satz: „Oh, Mistel Neumann looks like Bud Spencer!“
Na, dann mal vier Fäuste für ein Ahoi. Er hatte es jedenfalls vier Fäuste dick hinter den Ohren.
Und er fuhr zur See. Beides sieht man auf dem Foto.

Der heilige Hartmut

Der heilige Hartmut

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Einmal München – Antalya, bitte.

Montag, 21.12.15

Es ist Montag. Kurz nach 07:00 Uhr in der Frühe. Ich sitze im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Alles ist dunkel um mich herum. Fußgänger schälen sich im letzten Moment aus dem Schwarz dieses Morgens.

Ich träume. 25 Kilometer zur Arbeit. 30 Minuten. Von Licht, Sonne und Farben.

„Darf man das, einfach einem Traum folgen, nur weil er immer wiederkehrt?“ Weiterlesen

Kunst ist…

Freitag, 21.08.15

Marc hat gestern noch den Skulpturenpark besichtigt und von der schönen Parkanlage geschwärmt. Bezüglich der ausgestellten Objekte meinte er allerdings, daß ich mir „das einfach selber angucken muß“. Aha. So sei es. Bevor wir also den Kurs gen Sonderburg setzen, geht es nochmal auf Landgang, einmal um den Hafen herum in den nahegelegenen Park.

Der gefällt mir landschaftlich ausgesprochen gut. Gepflegt, schöne Blickachsen, H.C. Andersen war auch schon da und hätte es auf FB geliked. Im hinteren Bereich des Parks dann die Kunst. Weiterlesen

Am Ende der Straße

Donnerstag, 20.08.15

Im Entwurfordner schlummert noch die Fortsetzung unseres Törns im August – es ging noch weiter von der Dyvig nach Augustenborg. Aber lest selber…

Aus Südost kommt auch heute der Wind und für Südosten haben wir uns entschieden. Während des abendlichen Grillens mit der Akka-Crew erörterten wir die Optionen für heute. Unser Sommertön neigt sich unwideruflich dem Ende zu, aber uns ist noch nicht nach Sonderborg oder gar Bockholwik. Als Henkers-Stop könnte Augustenborg dienen. Dort wollten wir immer schon einmal hin, haben aber aufgrund der etwas abgelegenen Örtlichkeit in der Sackgasse des Augustenborgborg Fjords und der ungewissen Kindertauglichkeit den Blinker nach bzw. vor Passage des Alssund stets gen Nordwest oder Süd gesetzt. Weiterlesen

From Dawn till Dusk

Wir haben das letzte mal in 2015 auf Hobo geschlafen. Das letzte Mal in Bockholmwik, wo unsere Segelkarriere vor zwei Sommern begann. Das letzte Mal auf Platz Südsteg-Nordseite Nr. 17. SN 17 stand im Vertrag, und ich hatte mich gefreut, dass hier die Plätze mit den Initialen der Mieter geführt werden. Im kommenden Sommer geht es für uns nach Sonderburg. Dort sind die Kinder begeistert von Spielplatz, Krabbensteg und Strand. Und wo die Kinder glücklich sind, sind es auch die Eltern. So die Hoffnung der Letztgenannten.

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Götterdämmerung

Freitag, 09.10.15 – Sonntag, 11.10.15

Wir sitzen in Glücksburg auf der Terrasse des Sandwig Bistro-Cafe-Bar am Strand, mit Sitzkissen und Decken in die aus weißen, rohen Brettern gebauten Sessel gelümmelt. Das Personal hat uns die volle Verfügung über die Polsterbox zugesprochen, denn wir sind die einzigen Gäste draußen. Es ist 19:45 Uhr, dunkel, frisch, aber auf unseren Knien dampfen eine Ofenkartoffel und eine Portion Fish’n Chips, auf dem rohen Holztischchen vor uns zischt ein Alster im Glas. Drinnen war alles voll, und dieser Umstand verhilft uns zum vielleicht letzten – zwar nicht lauen- aber schönen Abend am Strand.

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Hinterm Horizont gehts weiter…

Mittwoch, 19.08.15

Am Folgetag lacht und die Sonne. Die ganze Crew ist bestens gelaunt: wir, Rasmus, Petrus, der heilige Hartmut…

Der irdische Teil der Crew genießt ein Brötchenfrühstück – die kostenlosen Leihräder des Campingplatzes generieren Umsatz. Die Mahlzeit hat zwar keine 5 Sterne, aber den Luxus unbeschwerter Cockpit-Minuten, den kein Edelschuppen bieten kann. Da stören auch die eher Gefängnis-orientierten Sanitäranlagen nicht so sehr. Es gibt eine Bank für alle Mitinsassen und eine Vierer-Zelle offener Duschen. Modell „Duschkopf-aus-Decke-On-Off-Kärchermodus“. Die Waschbecken sind aus Edelstahl, was ich zum Schütteln finde, weil es mich an Autobahn-WC erinnert. Aber gut, hier geht es um höheres Vergnügen als irdische Hafen-Naßzellen. Weiterlesen

Checkpoint HSC

Schönes Wetter im August und Wiedereinstieg in die Arbeitswelt. Da gibt es andere Dinge zu tun, als Blog schreiben. Hier liefere ich noch einige Eindrücke aus dem August nach:

Montag und Dienstag, 17. – 18.08.15

DMI sagt etwas von 25 Knoten Wind für Montag. Unser Nexus erspinnt sich 10 Knoten. Das Wetter ist etwas durchwachsen. Egal. Wir tun das, was man wunderbar tun kann, wenn keine Kinder an Bord sind…

…Nichts!

Der Montag ist wunderbar. Draußen ist es grau, wir machen blau. Wir streunen ein wenig durch die hübsche Altstadt von Haderslev, schauen uns den Dom an, bummeln durch die Einkaufsstraße. Haderslev hat einige Alternativen für Hafentage zu bieten. Zum Beispiel das Museum, Nachtwächtertour – leider in der Woche – oder den Dammgarten. Weiterlesen