Saisonstart Teil 2

Tonne12

Die Saison hat also wieder begonnen. Hier der 2. Teil unseres Saisonstarts. Wenn ihr euch wundern wo der 1. Teil ist. Ja, der ist leider ‚ins Wasser gefallen‘ oder besser gesagt, wurde uns der erste Versuch durch eine tropfende Wellendichtung gleich am Anfang verwehrt.

Im Winterlager habe ich die vergammelten Schellen der Wellendichtung erneuert, da sie nicht mehr sehr vertrauenserweckend aussahen.

 

wellendichtung

alte und neue Schellen

Dabei muss ich die Packung in der Stopfbuchse ‚zerstört‘ haben. Als das Boot im Wasser war, ergab ein Blick auf die Wellendichtung einen steten Tropfen pro Sekunde.
Also Boot wieder aus dem Wasser geholt und wieder in die Halle zurückgefahren.
In den darauffolgenden Woche wurde eine neue Packung eingebaut und der 2. Kranversuch konnte starten.

kran

Auf dem Weg zum Kran (2. Versuch)

Diesmal ist alles dicht und auch der Motor springt gut an. Dann ging es weiter mit Baum anbauen und Segel anschlagen. Was im Herbst noch so logisch aussah, beim Auseinanderbauen, erweist sich jetzt doch schwieriger als gedacht. Welcher Splint wohin und welcher Tampen war jetzt für die Layz-Jacks?Aber nach einiger Zeit hatte ich alles wieder zusammengebaut.

2. Tag

Am Samstagmittag hieß es dann Leinen los und Kurs Marina Minde. Leider kommt der Wind am Anfang genau aus der Richtung in die ich will. Aber auch kreuzen kann ja Spaß machen. Später fing der Wind an zu drehen und ich war schon frohen Mutes, das es jetzt direkter zum Ziel geht.
Nun irgendwas ist ja immer, die Richtung stimmte nun, aber die Stärke nicht mehr.

flaute

Flaute an Tonne 12

Aber auch ein Racer ist bei Flaute nicht schneller als ich. Immer das positive im Leben sehen.

racer

Racer ohne Race

flipper

Flipper

Daher habe ich Ausschau nach Schweinswalen gehalten und tatsächlich an Tonne 12 hörte ich das verdächtige Schnaufen. Später dann noch eine Premiere für mich in der Förde. Ein Seehund streckte seine Kopf aus dem Wasser. Ich wusste gar nicht das es in der Förde Seehunde gibt.

Nach eine langem Ritt bzw. nach langer Schleichfahrt bin ich in Marina Minde angekommen. Ich glaube in der selben Box wie im Herbst auf dem Weg zum Winterlager. So schließt sich das Kreis.

hafen

Hafen

sonnenuntergang

Marina Minder Sonnenuntergang

3. Tag

Der Sonntag war windtechnisch das Gegenteil von Samstag. Nicht Flaute sondern Sturm.
Leider hatte ich vor Fahrtantritt vergessen die große Kamera aus dem Schapp zu holen. Daher gibt es leider keine Bilder von dem wilden Ritt über die Ostsee, sonder nur ein Handyvideo.

Beim Kreuzen durch die Flensburger Förde in Richtung Sønderborg war das Segel noch ganz angenehm. Gegen die Wellen schaukelt es zwar auch, aber nach dem ich hinter dem Huk den Kurs Richtung Sønderborg einschlug, wurde es echt ekelig. Wellen genau von der Seite und Halbwindkurs. Also entweder mit Fullspeed abfallen und die Wellen runter oder anluven und mit flatternden Segeln gegen die Welle.
Aber glücklicherweise hat ja alles irgendwann ein Ende. (nur die Wurst hat …. ’ne lassen wir das) Ich bin heil in Sønderborg angekommen.

4. Tag

In Sønderborg ist die neue Promenade vom Hafen zum Schloß nun fertig.
Durch das Hochwasser und die hohen Wellen draußen in der Sønderborg Bucht wurde die Steinmauer einem ersten Wassertest unterzogen. Wer als Tourist zur falschen Zeit am falschen Ort war, wurde ein bisschen nass.

Promenade

Promenade

Die nächste schöne Überraschung waren die Hängematten, die zwischen einzelnen Bäumen gespannt waren. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Meeresrauschen und in der Hängematte liegen, was gibt es schöneres.

Hängematten

Die neuen Hängematten

selfie

Selfie in der Hängematte

Auf dem Rückweg zum Schiff habe ich noch eine schöne Wiese mit viel Löwenzahn gesehen. Wenn daraus Pusteblumen werden, haben die Kinder ein paar Stunden zu tun, um die Wiese abzupusten.

Löwenzahn

ein Meer aus Pusteblumen

Damit soll der Bericht vom Saisonstart enden. Ich hoffen ihr hattet auch alle eine guten Start in die neue Saison.
Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und nicht unter der Stopfbuchse.

3+

1 comment

  1. Lieber Marc, liebe Svenja,
    im vergangenen Spätsommer lagen wir längsseits in der Hafeneinfahrt von Marina Minde und waren sehr überrascht, als der graue Ball im Wasser sich auf einmal umdrehte und Augen und Schnurrbart hatte. Bis ein Motorboot sich der Einfahrt näherte, konnten wir den Seehund in Ruhe beobachten. Wir waren genauso überrascht, wie Marc jetzt zum Saisonstart.
    Wir wünschen Euch eine gute Saison. Vielleicht bis bald einmal. Grüsse von der „Svea“

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