Abwrackprämie

„Aha. Seid Ihr sicher?!?“ Der Kommentar meines Schwiegervaters zum Kauf eines größeren, will heißen: Familienbootes gerät nordisch-ökonomisch und wohlwollend-ironisch. Ja, klar, wir sind sicher. Ungefähr so sicher wie unsere Rente, die da wohlmöglich und ungefähr im Jahr 2040 eintritt.

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Zeitlupenraffer

Gestatten: Svenja Carmen Lise Lotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Hartmutstochter Schwertfisch, erste Südseekapitänin der Welt. Es ist Anfang Juni 2015 und ich weiß noch nichts von meiner neuen Identität.

Heute morgen habe ich meine sieben Sachen in der Backkiste verstaut und die Leinen meiner kleinen segelnden nicht-ganz-sieben-Meter Behausung losgeworfen. Vor mir: nachtblau, smaragdgrün, bleigrau, schneeweiß, rotviolett – die unendliche Farbskala des Meeres und der Küste. Farben, die ich in den kommenden sieben Wochen frei Haus geliefert bekomme. Farben, an denen ich mich nie werde sattsehen können.

Sieben Wochen auf einen Streich. Etwa 40 Tage. Einhand.

Manchmal liegt das kleine Glück ganz nahe - nur knapp unter der Wasseroberfläche...

Manchmal liegt das kleine Glück ganz nahe – nur knapp unter der Wasseroberfläche…

248 Seemeilen werden es am Ende. Etwa 450 Kilometer. Ein Pappenstiel – echte Segelhelden absolvieren das in vier Tagen. Oder weniger. 450 durch 40. Ich segele also etwa 11 Kilometer am Tag. Langsamer als jeder Fußgänger. Willkommen in meiner kleinen, großen, gemächlichen, Lichtjahre entfernte Welt.

Meine Reise führt mich kreuz und quer durch die überschaubare Dänische Südsee – einer Ansammlung bezaubernder Inseln südlich der Hauptinsel Fünen, die als grüne Farbtupfen im Meer liegen.

Einen Sommer lang aus der Zeit gefallen.

Sieben Monate später.

Ich schreibe dies als Beitrag zum Thema „slow-travel“ des Blogs 1 THING TO DO – zur website 1thingtodo.de (http://1thingtodo.de/slow-travel-blogparade).

Ein Blick zurück…

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