Reise Reise? Hafenfaul?

Tag 25, Montag 30.06.15

Ich bin so unentschlossen. Heute ist Segelwind. Ich habe noch ein massives Smaøer-Defizit. Die kleinen Inseln wollen noch besucht werden…IMGP5239

Moment, das hatten wir doch schon einmal…Nun ja. Ich folge einer Einladung zum Frühstück ins Folkeboot-Cockpit. Der Segelwind ist tatsächlich noch etwas unentschlossen und flau. Man könnte ja noch etwas warten. Jörgs Ambitionen heute gleichen meinen  gestrigen und haben mit dem Vesterstrand zu tun. Ich lasse mich bereitwillig zu einem Spaziergang dorthin bewegen. Tatsächlich ist es noch windstiller und sonniger als gestern und toppt die Ausstrahlung dieses Ortes noch einmal. Es wird dann sogar ein Spaziergang einmal ganz um die Halbinsel von Urehoved – ich hatte gestern aufgegeben – mit anschließendem Eis. Danach ist es schon fortgeschrittener Nachmittag, aber heute ist der Windgott dann doch noch gnädig: er bekommt doch tatsächlich noch so 6-8 Knoten gemütlichen Segelwind UND warm UND sonnig hin. Wir sind seeklar, also gelingt der Absprung nach Drejø.  Im Doppelpack. Es wird eine gute Stunde pures Spaßsegeln, noch bei Nordwest, gegenseitig entstehen schöne Fotos! Endlich mal nicht nur von einem selber, jenseits von Selfie, nein, auch noch von einem selber im segelnden Boot. Ich bin begeistert!

Auf Drejø ergattern wir die fast letzten Plätze. Eine kleine Box wäre frei gewesen und eine Sandwichparklücke zwischen zwei Booten. Gleich unter Land sind noch 1,5 Bootsbreiten frei, in die wir uns nebeneinander einfädeln. Ein Dalben bedient hier zwei Boxen, also hängen wir uns mit je eine Heckleine dran. Passt. Unmittelbar mit Ankunft am Steg werden wir direkt vom jungen Hafenmeister abgegriffen, der seine Runde macht. Ob wir jetzt oder morgen zahlen wollen. Jetzt. Das sollte eine gute Entscheidung sein, denn der Abend wird wieder lang bei erneutem Fachsimpeln über Boote, Reiseziele und sonstigen Döntjes…

wo bin ich, meine Reisekarte