Kleiderschrank und Eimer

Tag 9, Sonntag 14.06.15

Die Ankunft in Faaborg gestern war wettermäßig eine Punktlandung. Keine 2 Stunden nach dem Anlegen dreht der Wind auf Nordwest und frischt mächtig auf. Dann öffnet der Himmel seine Pforten, als wäre Petrus eben aus dem Tiefschlaf hochgeschreckt und würde schnell alles nachholen wollen, was er so in der letzten Woche versäumt hat. In einer Regenpause spanne ich meine Plane übers Cockpit – die funktioniert also auch – und mache es mir hyggelig. Darüber vergeht der Abend; schließlich schuckelt mich Hobo in den Schlaf. Etwas unsanft, so dass ich nochmal an Deck steige und die Leinen mit den Ruckfendern setzte. Daraus ergibt sich der Lerneffekt, bei der Platzwahl auch etwaige Winddreher zu berücksichtigen. Bei Ankunft mit SO-Wind noch schön geschützt, steht bei NW der Wind in den Niedergang und es schaukelt mächtig, da ich in der äußersten Gasse liege. Weiterlesen

Brötchentütennavigation

Tag 8, Samstag 13.06.15

Brötchentütennavigation ist, wenn man seine aktuelle Position anhand der Adresse auf der Brötchentüte ermittelt. Im Zeitalter der Bäckereiketten kann das danebengehen. Ebenso, wenn auf dem Wasserweg zum Bäcker die eine oder andere Untiefe mit weniger als 1,40m Wasser liegt (mein Tiefgang), ein etwas engeres Fahrwasser und einige bewegliche bunte Ziele in Form von Inselfähren. Ziel ist es also, überhaupt erstmal heil anzukommen beim Bäcker. Da kann ich ja dann nach dem Weg fragen. Weiterlesen

Schlingerkurs

Tag 6, Donnerstag, 11.06.15

An diesem Morgen bin nur ich es, die verschlafen aus dem Niedergang blinzelt. Uwe mag das zwar auch getan haben, aber sicher um einiges früher. Er ist offensichtlich seeklar.

„Schätzelein!“ – „Uwe!“

Die Verabschiedung ist herzlich, wir sind uns einig, dass unser auf-Heckklampe-fast-Längsseitsliegen ein würdiger Auftakt für unsere Törns gewesen ist. Für meinen Teil muss sich der nächste Längsseitslieger da erstmal mächtig reinhängen (in die Heckklampe 😉). Vom Bad kommend sehe ich die Avanti davonsegeln. Weiterlesen

Sol over Mommark

Tag 5, Mittwoch, 10.06.16

Nachdem wir der Vorabend bei Uwe im Cockpit haben ausklingen lassen, blinzeln wir einander morgens aus unseren Niedergängen an. Uwe wirkt schon deutlich aktiver als ich, entscheidet sich aber nach einem einem Müsli-Frühstück bei mir im Cockpit für einen Hafentag. Aufgrund des kaum vorhandenen Ostwindes verwirft er seinen Plan, über Middelfart ins Kattegat zu segeln; statt dessen wird er über den großen Belt gehen. Der Gedanke, daß mit classe mini Booten nicht nur das Kattegat, sondern auch der Atlantik überquert wird erfüllt mich mit Ehrfurcht. Weiterlesen

Der perfekte Tag

Tag 4, Dienstag, 09.06.15

Sonne über Sonderburg. Ein laues Lüftchen. Ich schlafe aus, gehe laufen, frühstücke gemütlich.

Esrt um 12 Uhr starte ich und lasse mich gemächlich aus der Förder heraustreiben. Mehr als 3 Knoten Fahrt sind nicht drin, schon in der Sonderburg Bucht tausche ich Fock gegen Genua und Softshell gegen T-Shirt und kurze Hose. So soll das sein.  Weiterlesen

Keep calm and visit Denmark

Suchbild: Hobo neben den Großen in Sonderburg

Suchbild: Hobo neben den Großen in Sonderburg

 

Mein Wetterdienst hat mir gesagt, dass der Wind zum Nachmittag wieder auffrischen soll, daher schlüpfe ich früh aus den Federn (und nun ist sie doch da, die Aufregung), schlafen kann ich nicht mehr und mache mich um 06.00 auf den Weg zur Dusche. Der Kuckuck im angrenzenden Wald liefert die Untermalung. Es weht ein leichter Wind, die Sonne strahlt. Über Frühstück und Segelfertig machen vergeht die Zeit. Es ist Punkt 08.00 – ich schmeiße gerade den Motor an, da schaltet Petrus den Regler auf 10 Knoten  Wind hoch. Ok, guter Segelwind, aber hoffentlich dreht er nicht kurzfristig wieder weiter bis auf 20 Knoten wie am Wochenende!
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Abschied auf Raten

Das Abschiedskommitee reist an

Das Abschiedskommitee reist an

Tag 0 – 2, das Wochenende vom 05.06.15, Bockholmwik

Wenn der Ort so heißt wie die einzige Straße, diese nach einem letzten Anwesen auf einer Kuhweide endet und die Telefonnummern dreistellig sind, dann hat mich sich entweder mächtig verfahren oder wollte genau dorthin. Bockholmwik ist so ein Ort, und mein Starthafen. Weiterlesen

Rettungsmittel

Tag -1: Donnerstag, 04.06.2015 – WENTORF

 

Segel- und Sicherheitstechnisch war HOBO bereits hinreichend ausgerüstet. Da nun mein Aufbruch unmittelbar vor der Tür steht, haben sich Nachbarn und Freunde dennoch grundlegende Gedanken dazu gemacht und die Ausrüstung um zwei wichtige Rettungsmittel ergänzt:

...und Alkohol - Sanitäter in der Not

…und Alkohol – Sanitäter in der Not

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