Der lächelnde Schweinswal. Oder: SönkemitU.

Pfingsten 2017

Ob Rasmus zum Jahreswechsel nachdenklich am Meeresgrund sass, gute Vorsätze im Sinn? Nach dem Motto: „Diesen einen Wintersturm noch, und dann mache ich nur noch Backstagbrisen-Wetter…!“

Ich weiss es nicht. Tatsache ist, dass er schon kurz nach Saisonbeginn in die bekannten grobmotorischen Verhaltensmuster zurückgefallen ist. Er haut zwei Koten Wind raus. Oder Zwanzig. Im unteren Windbereich klafft eine Lücke. In Sachen Beaufort-Feinjustierung hat der Gute noch Potential.

Aber Spaß ist bekanntlich, wenn man trotzdem über Flauteschieben und Hafentage lacht. Weiterlesen

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Saisonstart Teil 2

Tonne12

Die Saison hat also wieder begonnen. Hier der 2. Teil unseres Saisonstarts. Wenn ihr euch wundern wo der 1. Teil ist. Ja, der ist leider ‚ins Wasser gefallen‘ oder besser gesagt, wurde uns der erste Versuch durch eine tropfende Wellendichtung gleich am Anfang verwehrt. Weiterlesen

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Gute Nacht, Rilke!

Sonntag, 18.09.16

Altweibersommer in Hamburg. Wobei Altweibersommer es eigentlich nicht trifft. Soviel Gold und Glitzer am Himmel – das ist mehr eine groß inszenierte Ladies-Only-Golden-Ager Tagung denn ein schnödes Stück Restsommer. Petrus haut alles raus, was sich noch an unverbrauchtem Sommerwetter hinten im Schrank angefunden hat. Sommerschlussverkauf.

Uns zieht es zum Boot. Dort sind Menschen und Wetter meist angenehm schnörkellos. Doch als wir in kurzen Hosen dem Auto entsteigen, ist es in Sønderborg kaum kälter als in Hamburg. Auch hier glänzt die Abendsonne eben noch über Hafen und Strand.

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Morgen ist Berufsschule

Freitag, 03.06.2016

Kürzlich fliegt eine kurze Notiz von Bord des Stagsegelschoners QUALLE (www.schoner-qualle.com) in meine Inbox. Das erinnert mich daran, dass mich der bürokratische Aufwand des Kojencharter-Segelns sehr beeindruckt hat. Denn vor blaue See und Barcardi-Feeling bei Backstagbrise hat der Amtsschimmel allerlei Auflagen gestellt. Und eine sehr motivierte Exekutive.

Hier eine kleine Begebenheit der Backstagbrisen-Bürokratie.

„Ich habe alles mit den Behörden perfekt erledigt. Jetzt haben wir auch noch Marine Labor Convention Abnahme = erstklassiger Arbeitsplatz auf See. Nur ein Bügeleisen fehlt für die Angestellten. Kindersegeln in Kiel mit Polizeikontrolle. Wir Deutschen Flaggen bekommen immer das volle Programm.“

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Børn Om Bord

Juni 2016

Ist das Boot etwa schon seit März im Wasser? Die Zeit fliegt! Mit Ihr auch alles andere – seit März gab es einen Betriebsübergang meines Arbeitgebers, eine Traditionsseglertörn, meine Ernennung zur ehrenamtlichen Mitschreiberin bei www.segelnblogs.de und natürlich Wochenenden auf HOBOzwo. Die Tage müssten sich proportional zur Bootsgröße verhalten. Pro Fuß eine Stunde = 28 Stunden am Tag :-).

Also, die See ruht auf keinen Fall still, und HOBOzwo schwimmt nicht nur sondern macht auch Spaß. Wir haben uns sortiert, werden so sachte warm miteinander und nun gilt es – das erste Einhand Wochenende steht bevor.

Besser: es steht mir bevor. Denn ich habe Hilfe von meinen Kindern. Oder Handicap. Je nachdem, wie man es nimmt. Börn Om Bord – Kinder an Bord, wie eine Kampagne der Dansk Sejlunion wirbt. Damit werden Familiencrews angesprochen. Ich habe die Flagge leider nicht, bin aber ja auch irgendwie Familiencrew…

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Abwrackprämie

„Aha. Seid Ihr sicher?!?“ Der Kommentar meines Schwiegervaters zum Kauf eines größeren, will heißen: Familienbootes gerät nordisch-ökonomisch und wohlwollend-ironisch. Ja, klar, wir sind sicher. Ungefähr so sicher wie unsere Rente, die da wohlmöglich und ungefähr im Jahr 2040 eintritt.

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Zeitlupenraffer

Gestatten: Svenja Carmen Lise Lotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Hartmutstochter Schwertfisch, erste Südseekapitänin der Welt. Es ist Anfang Juni 2015 und ich weiß noch nichts von meiner neuen Identität.

Heute morgen habe ich meine sieben Sachen in der Backkiste verstaut und die Leinen meiner kleinen segelnden nicht-ganz-sieben-Meter Behausung losgeworfen. Vor mir: nachtblau, smaragdgrün, bleigrau, schneeweiß, rotviolett – die unendliche Farbskala des Meeres und der Küste. Farben, die ich in den kommenden sieben Wochen frei Haus geliefert bekomme. Farben, an denen ich mich nie werde sattsehen können.

Sieben Wochen auf einen Streich. Etwa 40 Tage. Einhand.

Manchmal liegt das kleine Glück ganz nahe - nur knapp unter der Wasseroberfläche...

Manchmal liegt das kleine Glück ganz nahe – nur knapp unter der Wasseroberfläche…

248 Seemeilen werden es am Ende. Etwa 450 Kilometer. Ein Pappenstiel – echte Segelhelden absolvieren das in vier Tagen. Oder weniger. 450 durch 40. Ich segele also etwa 11 Kilometer am Tag. Langsamer als jeder Fußgänger. Willkommen in meiner kleinen, großen, gemächlichen, Lichtjahre entfernte Welt.

Meine Reise führt mich kreuz und quer durch die überschaubare Dänische Südsee – einer Ansammlung bezaubernder Inseln südlich der Hauptinsel Fünen, die als grüne Farbtupfen im Meer liegen.

Einen Sommer lang aus der Zeit gefallen.

Sieben Monate später.

Ich schreibe dies als Beitrag zum Thema „slow-travel“ des Blogs 1 THING TO DO – zur website 1thingtodo.de (http://1thingtodo.de/slow-travel-blogparade).

Ein Blick zurück…

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Wer bist Du?

KrieieieieRieieieieKRACKS!

Keine fünf Meter entfernt zerlegt jemand alte Möbel mit einer Tischkreissäge. Oder besser: einer Tischkreischsäge.

Das ist schade, denn ich stehe sinnend vor dem Bug unserer Friendship 28 und hatte mir einen stillen Moment für die Namensfindung vorgestellt.

Denn das Boot braucht einen Namen.
Es hat natürlich einen. Genau genommen sogar zwei.

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Darf es ein bisschen Meer sein?

Samstag, 02.01.16

Die Sylvesternacht steckt noch in den mittelalten Knochen. Unsere Kinder haben gemeinsam mit dem Nachwuchs von Freunden, Freundesfreunden und Freundesfreundesfreunden zu den Klängen der 257er „Wir sind Piraten“ (DIE Hymmne für das Segeljahr 2016?) beschwingt das neue Jahr begrüßt. Zusammen zählten die Nachwuchspiraten zarte 54 Jahre. Das ist zwar mehr als die anwesenden Ernährer einzeln auf die Uhr brachten, aber sie waren irgendwie ausdauernder als wir einzeln. Früher, ohne Kids, war mehr Lametta. Das Außmaß der einsetzenden Demenz offenbart sich, als wir großen über die „Meiern“ Regeln nachdenken. Die waren doch an sich nachdenkfrei, oder? Ach, egal. Wir betrinken uns einfach so. He, es ist 23:00 Uhr. Hat da etwa einer gegähnt?

Ja, also wir akzeptierten das temporäre Leistungstief (sind ja nur ein paar Jahre) und haben trotzdem unseren Spaß. Das Lametta kommt bald wieder, denn die Senioren sind ja heute Best-, Silver- und Goldenagers. Das lässt hoffen.

Marina Wendtorf - so marode wie Eltern nach einer Sylvesternacht mit Kindern :-)

Marina Wendtorf – so marode wie Eltern nach einer Sylvesternacht mit Kindern 🙂

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